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Editorial - Gedanken zum Werden...


Würde ich diese meine Einleitung im Stile einer biblischen Geschichte beginnen, dann müsste es wohl heißen....
" Am Anfang stand die Flagge, (die Tischflagge).....und es begab sich, daß sich die Flaggen mehrten, eine nach der nächsten und es wurde deren wohl eine unendlich große Zahl.....und eine jegliche bereicherte die Sammlung auf das Wunderbarste....."
Aber Spaß beiseite, es ist keine biblische Geschichte, es ist die Geschichte einer Tischflaggen- und Maritimsammlung, wie diese begann und wofür sie steht - und die soll nun so beginnen.....

Der gemeine Festlandbewohner teilt sich in der Regel in zwei Spezies - den einen zieht es mehr in die Berge, den anderen ans Wasser.

Der gemeine Festlandbewohner hat ein Hobby; er gehört einem Verein an oder ist Sammler der unterschiedlichsten Exponate. Einer sammelt Muscheln, der andere sammelt Mineralien der Berge.

Die Steigerung - von Unwissenden so gesagt - ist " Sammler & Jäger ". Diese Sammler und Jäger findet man vornehmlich auf Trödel- und Antik-Märkten und zunehmend auch in den Versteigerungsportalen des Internet.

Als Speditionskaufmann und Angehöriger der Spezies, die es zum Wasser zieht, blieb es nicht bei den Muscheln. Zwangsläufig brach das Interesse an den großen Schiffen durch, an der Zahl der Container, die auf den beobachteten Schiffen gestaut waren. Aufgrund einer mehrjährigen Tätigkeit im Schwertransport kam das Interesse an der Projektschiffahrt hinzu. Ineinander übergreifend folgte zwangsläufig das Interesse an der Schleppschiffahrt, den Bergern und dem Rettungswesen. Zum Schiffbau mit seinem ganzen drum und dran war es schlußendlich nur noch ein ganz kleiner Schritt.

Es kam die erste Tischflagge, es kam die zweite, es kam die zehnte und die hundertste. Schließlich kam die tausendste Tischflagge, die elf- die zwölf- und die fünfzehnhundertste und es ist wohl noch lange kein Ende - hoffentlich nicht.....

Es kam das erste Buch, die erste Broschüre, das erste Bild, jeweils das zweite, dritte und so weiter....

Es kam ein Block, eine Klampe, die ersten Schiffsarmaturen in Messing - Uhren, Barometer, Hygrometer -, die erste Messingglocke, der erste Schiffskompass, der Rettungsring, der Bootshaken - es nahm kein Ende und wird wohl auch keines nehmen.

Es kamen das Pumpnebelhorn und der große Maschinentelegraf und auch noch ein Clipper-Steuerrad von 1,20 m Durchmesser mit, was selten ist, 10 Spaken........ - was mag das nächste Exponat sein ? ....vielleicht ein Steuerhaspel mit Umlauf von einem alten Binnenschiff...?



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Sammeln soll aber auch einen Sinn machen. Es gilt nicht einfach nur nach Masse zu schielen. Interessant wird die Sache, wenn ein Hintergrundwissen vorhanden ist. Seine Tischflaggen sollte der Sammler aus dem Kopfe benennen können, er sollte vor allem ein kurzes Statement dazu abgeben können.

Bei Wikipedia heißt es in diesem Zusammenhang u. a.:
"Das Betreiben eines Hobbys hat oft entspannende oder sonstige nützliche therapeutische Nebenwirkungen. In einigen Fällen allerdings (beispielsweise beim Sammeln) können die Grenzen zwischen Beruf, Hobby und Sucht zu verschwimmen beginnen. Manche Sammlungen können durchaus als Geldanlage gelten, zum Beispiel Kunstsammlungen. Darüber hinaus gibt es Amateure, die auf ihrem jeweiligen Fachgebiet Wissen und Fähigkeiten erwerben, in denen sie professionellen Fachleuten in nichts nachstehen und auch einen entsprechenden Ruf genießen."

Eine gute sortierte Fach- u. Sachbibliothek ist die Grundlage für ein gediegenes Hintergrundwissen. Sie ist lehrreich und unterhaltsam zugleich und in der Regel noch wunderschön illustriert.

Wie an anderer Stelle erwähnt, bietet vor allem die Serie DEUTSCHE REEDEREIEN des Fach-Journalisten Gerd Uwe Detlefsen einen unübertefflichen Einblick in die Deutsche Schiffahrtsgeschichte. Aber auch die Unternehmenschroniken, ja manchmal auch die oft aufwändig gestalteten Werbebroschüren helfen dabei, einen guten maritimen Hintergrund aufzubauen.


Dieses ist nun der Arbeitsplatz an dem die "Regie abläuft".

Die hier stehenden Flaggen, zum Teil allerdings drch die davor stehenden Flaggen verdeckt, sind sämtlich solche aus der Deutschen Frachtschiffahrt. Es handelt es sich dabei bis auf einzelne Ausnahmen um Flaggen bekannter aber bereits erloschener Reedereien »
wie die alten Flensburger Reedereien wie Rolf-Dieter Nissen oder H.P. Vith z. B., oder solche wie DDG HANSA (Leinen, genäht und auf Original-Ständer (!)), Hamburg Atlantik Linie/TS HANSEATIC - das Original (!), aber auch um die Flaggen von Erich Drescher, Helmut Bastian oder Jonny Wesch, H. von Bargen, Leth & Co., Gelsenberg AG, VEBA Chemie AG, H. Peters, A. Kirsten...... und viele andere mehr kommen hier, eingeschweißt (!) aufgezogen auf 2 1,60-m-Böden, 2 ½ reihig aufgestellt, schön zur Geltung.
Eine ganze Anzahl Schiffsmodelle - sie sind zum Teil auf den Seiten "Schiffsmodelle grau und Schiffsmodelle weiss" gezeigt - zieren Schreibtisch und Uhrenbrett..............

Im Juni 2012 verlegte www.MarCollect.de© das Domizil von Hohenlimburg nach Witten-Bommern, in eine Seniorenwohnung direkt am Ufer der Ruhr, wodurch sich das Bild der "Schaltzentrale" drastisch veränderte. Allerdings entschädigt der Blick nach links auf den Fluss, das Ausflugsschiff, die Kanuten, Paddler und Stehsurfer für die Einschränkungen, die mit dem Umzug in Kauf genommen werden mussten.


Abbildung : Beispiel "Maschinentelegraph" Nachbau eines Maschinentelegrafen


Hat man die räumlichen Möglichkeiten, die Sammlung entsprechend und ansprechend zu präsentieren, dann kann man die Präsentation der Bücher in ihren Regalen wunderbar mit Tischflaggen von besonderem historischen Wert auflockern.

Die eine oder andere kleinere Nautiquität, auch Modelle von Schiffen im Maßstab 1:1250 oder grösser wie 1:400 - 1:500, passend eingebaut oder bei tieferen Regalen vor die Bücher gestellt, hat man einen absolut Top-Blickfang.

Größere Ausrüstungsgegenstände, RC-Schiffsmodelle oder andere Exponate, lassen sich optisch sehr gut frei im Raum oder separat auf den Regalböden präsentieren..

Solcherart zu sammeln, daß man sich selbst jederzeit dem optischen Genuß hingeben kann, dürfte man nie die Freude an der Sache verlieren, auch nicht dann, wenn man nur für sich selbst sammelt und die Öffentlichkeit nicht an der Schönheit des Gesamtbildes teilhaben lassen kann.




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