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Deutsche Segelschulschiffe und Traditionssegler
Kleine Besonderheiten (aus Sicht von www.MarCollect.de©)

German sailing school ships and traditional sailing ships



1907 Stapellauf eines Dreimastschoners mit dem Namen SAN ANTONIO des niederländischen Reeders Andreas Hammerstein.
1908 Nach einer Kollision mit dem Leichten Kreuzer EMDEN der deutschen kaiserlichen Marine sinkt die San Antonio. Ausser dem Koch wird die Besatzung gerettet. Die Seegerichtsverhandlung in Kiel ergibt, dass der Leichte Kreuzer EMDEN die Kollision verursacht hat. Die kaiserliche Marine muss dem Reeder einen Neubau bezahlen.
1909 Der holländische Reeder Andreas Hammerstein beauftragt am 12. April die Werft Jan Smit in Alblasserdam mit dem Neubau eines Dreimastschoners.
1909 Am 19.08. erfolgt der Stapellauf – wieder unter dem Namen SAN ANTONIO. Der Frachtsegler mit Diesel–Hilfsmotor erh–lt klappbare Masten, damit er auch grosse Flüsse befahren kann, z.B. den Rhein....
1910 Bis 1913 zeigt das Logbuch mehrere Fahrten nach Südamerika, in das Mittelmeer sowie in die Nord– und Ostsee.
1914 Die SAN ANTONIO strandet am 25.01. an der marokkanischen Küste vor Rabat, kommt jedoch mit Hilfe des 160 PS–Dieselmotors wieder frei.
1929 Im Winter kentert die SAN ANTONIO mit einer Ladung Holz in der Nähe von Kopenhagen. Da sie weiter schwimmt, kann sie geborgen und wieder flottgemacht werden.
1936 Die San Antonio wird im Sommer zu einem Küstenmotorschiff mit Hilfsbesegelung umgebaut. Die Stengen werden um 8 Meter verkürzt, so dass die Gesamthöhe des Schiffes nur noch 23 m beträgt. Auch der Klüverbaum wird gekappt. Der bisherige Motor wird durch einen 360 PS–Deutz–Dieselmotor ersetzt.
1940 Bei Kriegsausbruch kann Reeder Hammerstein mit seinem Schiff im Mai die Niederlande unmittelbar vor der Besetzung durch deutsche Truppen verlassen. Ein französisches Kriegsschiff zwingt die SAN ANTONIO einen britischen Hafen anzulaufen. Das Schiff wird für Nachschubzwecke in Konvois eingesetzt.
1947 Reeder Hammerstein verkauft die SAN ANTONO an einen schwedischen Kapitäen, der sie in BUDIE umtauft. In den folgenden 25 Jahren wird die ex San Antonio von insgesamt vier verschiedenen schwedischen Eignern überwiegend zur Versorgung kleinerer Häfen eingesetzt. Vorübergehend wird sie auch Santoni genannt.
1957 Bis 1965 ist der Eigner der ex San Antonio, der Reeder Johann Thorsson, Skillinge (Schweden). Sein Sohn, Jan–Erik Thorsson, fährt als Kapitän. Der letzte schwedische Eigner der ex San Antonio ist die Reederei Sandberg in Kungshamn.
1973 Der Hamburger Kapitän Hartmut Paschburg kauft am 8. August das Küstenmotorschiff das sich in einem verwahrlosten Zustand befindet, für 275.000,oo SKR, umgerechnet damals etwa 150.000 DM. Er lässt es zu einem Dreimastschoner für Kreuzfahrten im Mittelmeer umbauen, der den Namen ARIADNE erhält. In der Werft van Kroosz in Wischhafen, 60 km vor den Toren Hamburgs, werden sämtliche Aufbauten entfernt.
1974 Im Februar werden die Instandsetzungsarbeiten bei der Stader Schiffswerft fortgesetzt. Das Schiff erhält neue Aufbauten und 200 t Ballast, bestehend aus Eisenbahnschienen und Beton. Die Inneneinrichtung wird in der Werft Scheel & Joenk in Hamburg ausgeführt, wo das Schiff auch möbliert wird. Ausserdem erhält es drei Masten aus Stahl. Die Segel werden aus Hongkong eingeflogen.
1974 65 Jahre nach der ersten Probefahrt von Amsterdam nach Rotterdam findet eine Probefahrt am 5.5. nach Helgoland statt, die zur vollen Zufriedenheit ausfällt. In den folgenden Jahren fährt die ARIADNE bis Herbst 1981 auf Kreuzfahrten im Mittelmeer und in der Karibik.
1981 Der Elsflether Kapitän und Reeder Horst Werner Janssen entdeckt am 14. Oktober die ARIADNE im Hafen von Piräus. Er chartert das Schiff, das von Kapitän Uwe Oden und einer Crew aus Studenten der Fachoberschule Oldenburg, Fachbereich Seefahrt, unter schwierigen Bedingungen nach Elsfleth überführt wird.
1982 Der "Schulschiffverein Grossherzogin Elisabeth e.V." konstituiert sich am 12. Januar. Die Schirmherrschaft übernimmt Herzog Anton Günther von Oldenburg, dessen Familie traditionell mit der Seefahrt verbunden ist. Präsident wird Kapitän Horst Werner Janssen.
1982 Der Kreuzfahrt–Segler wird am 14. März erstmals in seinem neuen Heimathafen Elsfleth festgemacht.
1982 Herzogin Ameli von Oldenburg tauft die ex Ariadne am 12. Juni auf den Namen GROSSHERZOGIN ELISABETH .
1983 Der Landkreis Wesermarsch erwirbt am 10. Juni die GROßHERZOGIN ELISABETH von der "Ariadne Windjammer S.A." zum Preis von 1.2 Mio. DM, wobei das Land Niedersachsen 450.000 DM und die Stadt Elsfleth 100.000 DM zur Verfügung stellen. In den folgenden Jahren unternimmt die LISSI, wie sie liebevoll genannt wird, Ausbildungsreisen in Nord– und Ostsee. Auch werden im Rahmen der STA–Veranstaltungen Regatten gesegelt.
1993 W–hrend Reparatur– und Instandsetzungsarbeiten bei der Elsflether Werft, bricht am 31. März um 19.20 Uhr ein verheerender Brand auf der Lissi aus. Die gesamte Inneneinrichtung vom Backschott bis zum Maschinenschott wird zerstört. Ursache waren Schweissarbeiten. Experten untersuchten das Schiff und stellten fest, dass noch 60 % Substanzwert erhalten geblieben war. Man entschloss sich das Schiff wieder instandzusetzen.
1993 Der Landkreis Wesermarsch beschliesst am 3. Mai, die GROSSHERZOGIN ELISABETH inclusive der auszuzahlenden Kaskoversicherungssumme dem Schulschiffverein zu übereignen.
Der Reparaturauftrag ging an die Elsflether Werft. Der Ausbau der gesamten Inneneinrichtung war am 30. September abgeschlossen. Das Schiff gleicht innen jetzt einem Neubau. Der grosse finanzielle Aufwand für den Wiederaufbau wurde von der ganzen Region getragen: Mitgliedern / Politik / Bevölkerung und Freunde der Lissi. Die gesamten Reparaturkosten betrugen: 4,3 Mill. DM. Der Liegeplatz der Lissi ist die Stadtkaje in Elsfleth gegenüber dem Rathaus. Wenn sie nicht gerade auf Ausbildungs- oder Gästefahrt ist, kann sie hier besichtigt werden.




Die Geschichte des Deutscher Schulschifff-Verein e.V. und die Geschichte des Segelschulschiff DEUTSCHLAND sind zu umfangreich, als daß man sie in diesem kleinen Rahmen darstellen könnte. Aus diesem Grunde sollen nur die Anfäge und ein kleiner Zeitraum der Jetztzeit dargestellt werden .....

1901 Dem Aufruf des Erbgroßherzogs Friedrich August von Oldenburg folgend, gründeten eine Anzahl Honoratioren in einem Gründungszeremoniell den Deutschen Schulschiffverein. Woran es damals vor allem fehlte, so berichtet die Chronik des DSV, waren Segelschiffe, auf denen der Nachwuchs " die richtige " praktische Seemannschaft erlernen konnte. Die Flotte der Segler schrumpfte, und Dampfer, da waren sich die Reeder einig, eigneten sich wenig zu Ausbildungszwecken
Der marinebegeisterte Erbgroßherzog Friedrich August von Oldenburg übernahm die Initiative. Sogar den Kaiser konnte er begeistern; Wilhelm II. stiftete aus seiner privaten Schatulle 5.000 Mark, Fürstenhäuser wie Thurn und Taxis und Hohenzollern beteiligten sich vielfältig durch Stiftungen und Legate. Auch die Industrie folgte dem Ansinnen des Vereins. Aus der Familie Siemens waren gleich drei Mitglieder im DSV, "Kommerzienräthe" wie Boveri, Guilleaume, Borsig, Underberg, Hoesch oder Faber–Castell waren Gründungsmitglieder und die deutschen Reedereien von Hamburg–Süd bis zum Norddeutschen Lloyd engagierten sich finanziell und personell. Auch die Senate aus den Hansestädten Lübeck, Hamburg und Bremen erklärten sich zu finanzieller Unterstützung bereit, die auf breiter auch politischer Basis stand. Schließlich waren Vertreter fast aller Parteien und sogar der Vizepräsident des Reichstages unter den Gründern.
1902 Schon ein Jahr nach der Gründung schifften sich die ersten "Zöglinge" auf der "Großherzogin Elisabeth" ein. BR>1927 Das Dreimast–Vollschiff wurde 1927 von der weltbekannten deutschen Werft Joh. C. Tecklenborg in Geestemünde (Bremerhaven) gebaut.
Hier entstanden die letzten Vier– und Fünfmast–Barken, wie z.B. die "Preussen" und andere P–Liner ( Reederei F. Laeisz, Hamburg). Konstrukteur war Georg W. Claussen, international bekannt für den Bau dieser Schiffe.
Von 1927 bis 1939 unternahm Schulschiff Deutschland Ausbildungsfahrten bis nach Südamerika, Rio de Janeiro, Buenos Aires, die Bahamas, Venezuela, nach Südafrika/ Kapstadt und, und... – insgesamt 12 Überseereisen und 17 Ausbildungsfahrten in die Nord– und Ostsee.
Fahrten von bis zu 12.000 Seemeilen wurden während einer Überseereise absolviert.
Geschwindigkeiten von 16 bis 17 Knoten wurden erreicht. Etmale (24 Stunden Mittag– Mittag) von 324 Seemeilen, also im Schnitt 13,5 Knoten sind bekannt.
1939 Die letzte Winterreise aus dem Südatlantik kommend, wurde am 22. März 1939 auf Reede vor Bremerhaven beendet. Trotz dezimierter Stammbesatzung, wurden während des Krieges noch etwa 800 Offiziersanwärter ausgebildet.
1940 Am 15. April 1940 wurde Schulschiff Deutschland in die Ostsee verlegt. Wegen zunehmender Luftangriffe kam das Schiff im November 1941 nach Lübeck.
1944 Von Lübeck aus wurden noch bis zum 1. Oktober 1944 Ausbildungsfahrten in der Ostsee durchgeführt.
1952 Ab 1. April 1952, nach erfolgter Instandsetzung, wurde es wieder für einen regulären Ausbildungsbetrieb eingesetzt. An seinem festen Liegeplatz an der kleinen Weser in Bremen–Woltmershausen diente es als stationäre Seemannsschule. Hier wurde die gesetzlich vorgeschriebene praktische Vor–Ausbildungszeit nautischer Schiffsoffiziersanwärter abgeleistet. Alle Personen, die im Decksdienst zur See fahren wollten, mussten eine entsprechende Ausbildung durchlaufen.
Weitere Schulen gab es in Hamburg–Finkenwerder, Lübeck–Travemünde und Elsfleth.
1969 Dr. Horst Willner * 13.10.1919 † 19.07.1999, Vorstand beim NDL, Rechtsanwalt, Gorch Fock–Fahrer und U-Boot–Kommandant a.D., übernahm den Vorsitz beim DSV.
1970 Doch mit der Änderung der Schiffsbesetzungsordnung, die keine Bordausbildung mehr vorsah, kam auch das "Aus" für die Schulschiffe unter der Regie des DSV. Die "Seute Deern" wechselte zum Deutschen Jugendwerk zur See "Clipper" und ermöglichte vielen Tausend Jugendlichen einen tiefen Einblick in die Erlebniswelt "Seefahrt".
1972 In den vergangenen 20 Jahren fand dieser stationäre Schulschiffbetrieb statt, danach baute der Verein die "Schulschiff Deutschland" um und nutzte den ehemaligen Segler als Schul–Internat und Ausbildungswerkstatt.
1995 Für 5,5 Mill. DM wurde 1995/96 Schulschiff Deutschland in der Bremer Vulkan–Werft renoviert ( Die Überführungsfahrt als Schlepperanhang konnte der " Macher " von www.MarCollect.de© als Shantysänger an Bord des Seglers erleben ) und soweit wie möglich originalgetreu restauriert, einschl. stehendem und laufendem Gut und einem neuen Edelholzdeck.
1996 Begleitet von vielen Schiffen und Zaungästen wurde es am 14. Juni 1996 zum jetzigen Liegeplatz an die Lesum–Mündung in Bremen–Vesack verholt.
2001 Bis Juli d. J. wohnten Schiffsmechaniker an Bord. Die Ausbildung wurde an Land durchgeführt.
Seit der Zeit liegt liegt Schulschiff Deutschland als maritimes Kulturdenkmal in Bremen–Vegesack und wird vom Deutschen Schulschiff–Verein e.V. der Nachwelt erhalten.





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SSS Alexander von Humboldt Schulschiff Alexander von Humbold

1906 Das Segelschiff Alexander von Humboldt – auch kurz "Alex" genannt – ist eine stählerne deutsche Bark, als Feuerschiff unter dem Namen "Reserve Sonderburg" gebaut. Sie lief 10. September bei der Bremer Weserwerft, der späteren AG Weser, mit der Baunummer 155 vom Stapel.
1986 Das Feuerschiff wurde außer Dienst gestellt, zum Segelschiff umgebaut und ab 1988 bis Oktober 2011 als Jugend- und Ausbildungsschiff im Einsatz. Als Werbeschiff für "Beck’s Bier" erlangte sie internationale Aufmerksamkeit.

1988 Nach der Außerdienststellung wurde das Feuerschiff am 30. September von der "Deutschen Stiftung Sail Training", einer Stiftung zur Förderung des Jugendsegelns (getragen u. a. vom Automobil–Spediteur E. H. Harms GmbH & Co. und der Brauerei Beck & Co.), gekauft. Die "Deutsche Stiftung Sail Training" ist in der Sail Training Association Germany ( S T A G ) organisiert, einem nationalen Zusammenschluss von Segelausbildungsschiffen. Diese ließ das Schiff mit viel Eigeninitiative und in Zusammenarbeit mit den MWB Motorenwerken Bremerhaven nach Plä)nen des polnischen Schiffsarchitekten Zygmunt Choren für 2,2 Millionen DM zu einem Großsegler (Bark) umbauen. Als Referenz an die Segelschiffe der Rickmers Reederei wurde der Rumpf grün lackiert. Nach der Probefahrt am 3. März erfolgte am 20. Mai die Taufe des fertigen Schiffs nach dem deutschen Naturforscher auf den Namen "Alexander von Humboldt" und damit die offizielle Indienststellung durch die "Deutsche Stiftung Sail Training". Die Laterne des Feuerschiffes wurde vor dem Kieler Schifffahrtsmuseum (in der ehemaligen Fischhalle unmittelbar am Kieler Hafen) Im Zuge des Umbaus zum Trainingsschiff mit Barkrigg erhielt "die ALEX" auch ein langes Poopdeck zur Unterbringung der Mannschaften,neue Takelage, einen längeren Klüverbaum sowie zusätzlichen Eisenballast im Rumpf.
2011 Heute findet die Alexander von Humboldt ( I ) Verwendung als Hotel- und Gastronomieschiff in Bremen.
Nachfolgeschiff wurde in diesem Jahr die Alexander von Humboldt ( II ) Eigner und Betreiber der Bark "Alexander von Humboldt II" ist nach wie vor die Deutsche Stiftung Sail Training, ( D S S T ). Stifter der DSST sind die Sail Training Association Germany (STAG), die Brauerei Beck & CO sowie – nachdem der Gönner Egon Herbert Harms am 5. Januar 2006 verstorben war, die Bremer BLG Logistics.
Das Segelschiff "Alexander von Humboldt II " ist eine stählerne deutsche Bark, die auch als Jugend– und Ausbildungsschiff im Rahmen des Sail Training eingesetzt wird. Es handelt sich hierbei um den ersten Großsegler, der seit dem Bau der Barkentine "Lili Marleen" im Jahr 1994 in Deutschland gebaut wurde.
Das Schiff ist als Bark getakelt - optisch ähnlich der "ALEX  I ). Sie ist 65 Meter lang, 10 Meter breit und verfügtüber 24 Segel mit insgesamt 1.360 Quadratmetern Segelfläche. Maximal 79 Personen im Alter von 14 bis 75 Jahren können bei entsprechender Fitness auf dem Schiff mitsegeln
Die "Alexander von Humboldt II" wurde ab 2010 bei der BVT Brenn– und Verformtechnik Bremen, einem Unternehmen der Heinrich Rönner Gruppe, gebaut. Der Rumpf des Schiffs wurde nach dem alten Entwurf des 1953 bei H. C. Stülcken Sohn in Hamburg gebauten, indonesischen Segelschulschiffs "Dewaruci" geplant.
Am 25. Mai 2011 erfolgte der Stapelhub. Die Endausrüstung fand in der BVT-Niederlassung in Bremerhaven statt. Am 24. September 2011 wurde das Schiff durch Frau Brigitte Rönner in Bremerhaven getauft.
2017 Im Januar überquerte die Bark mit der Reise von den Kap Verden nach Saint Martin zum ersten Mal den Atlantik und bereiste Länder in Süd–, Mittel– und Nordamerika, bevor sie im August von Halifax nach Le Havre die Heimreise antrat und Anfang September wieder Bremerhaven erreichte.




1964 Nach dem Verlust der "PAMIR" am 21. September 1957 ist die Besetzungsordnung für Handelsschiffe geändert worden : Segelfahrzeit war nun keine Voraussetzung mehr für den Erwerb eines nautischen Patentes. Aber die Idee, an Bord eines Segelschiffs auszubilden, sollte dennoch fortgeführt werden. Die Stiftung verkaufte die "Passat" und benannte sich 1964 um in "Stiftung für Ausbildungsschiffe".
Vom Erlös für die "Passat" wurde gemeinsam mit dem "Deutschen–Schulschiff–Verein" Ende 1963 die "Noona Dan" gekauft. Die 36 Meter lange Gaffelketsch aus Dänemark wurde umgebaut und heißt seitdem "Seute Deern". Der "Deutsche–Schulschiff–Verein" und die "Stiftung für Ausbildungsschiffe" haben die "Seute Deern" den Seefahrtschulen und Hochschulen für Nautik angeboten. Die Reedereien haben mit Wochenreisen die seemännische Ausbildung ihres Nachwuchses abgerundet, doch nach zwei Jahren ließ das Interesse aus Kostengründen nach.
1968 Nur der Norddeutschen Lloyd charterte die "Seute Deern" noch bis 1968 für seine reedereiinterne Ausbildung.
1972 Bis zum Frühjahr 1972 lag sie längsseits des Schulschiffes "Deutschland" in Bremen.

1972 Am 6. Januar fand in Hamburg die Gründungsversammlung und Verabschiedung der Satzung von "CLIPPER" statt.
1973 Am 5.März erfolgte die Eintragung in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Bremen. Gründungsmitglieder: Kapitän Günter Ohlf, Kapitän Michael von Gadow,der Richter Dr. Gerd Lau, der Ingenieur ud Patentanwalt Arnulf Huber, der Journalist Oldwig Jahnke, der Ingenieur Rolf Pasternak, der Techniker Rolf Kühl sowie der Ingenieur Dietrich Neemann.

Wesentliches der Zielsetzung und Praxis geht auf Kurt Hahn zurück – auf den Pädagogen, der in den vierziger Jahren die Idee "Outward–Bound" entwickelt hat. Das bedeutete gleichzeitig Freizeitangebot und Erziehung zu Verantwortung, Abenteuer und Dienst, Frohsinn und –manchmal – Knochenarbeit.
Die "Sail Training Association" und andere Organisationen bauten auf ihre Weise die "Outward–ound–Idee" aus. Holland und Frankreich folgten, ebenso Polen mit seinen See–Pfadfindern.
Über 50 Schiffe und Yachten kamen 1972 zur "Operation Sail" nach Travemünde und Kiel.

"Clipper" selbst konnte die folgenden Schiffe einsetzen : SS AMPHITRITE aus dem Jahre 1887, SS SEUTE DEERN aus dem Jahre 1939, SS ALBATROS aus dem Jahre 1942 sowie SS JOHANN SMIDT aus dem Jahre 1974.....
2013 "AMPHITRITE" hat 2012 ihren 125sten Jahrestag gefeiert und "ALBATROS" ihren 70sten. Der Verein selber konnte nun auch schon auf sein 40jähriges Bestehen zurückblicken.
Im Mai ludt "CLIPPER" zu seinem Geburtstag nach Wismar und auch alle vier Schiffe waren mit dabei.

Quelle: Clipper–Homepage





RICKMER RICKMERS Rickmer Rickmers

1896 Auf der Werft der Bremerhavener Reederei Rickmer Clasen Rickmers lief die "Rickmer Rickmers" als Vollschiff im August vom Stapel. Es wurde nach dem Enkel des Reeders, Rickmer Rickmers (1893–1974), benannt. Die erste Reise führte das Schiff nach Hongkong, wo es Reis und Bambus lud, und nach Deutschland brachte. Geführt wurde das Schiff und die 2–köpfige Besatzung anfänglich von Kapitän Hermann Hinrich Ahlers. Es unternahm insgesamt zwölf Rundreisen, zumeist über die Vereinigten Staaten oder über Fernost.
1904 In einem Orkan im Indischen Ozean verlor das Schiff seinen Kreuzmast und konnte von der Besatzung noch in den Hafen Kapstadts gerettet werden. Dort wurde es aus Kostengründen zur Bark umgetakelt.
1912 Die Hamburger Reederei Carl Christian Krabbenhöft erwarb das Schiff und taufte es auf Max um. Es wurde die darauffolgenden beiden Jahre für den Kohletransport von Wales nach Chile und für den Salpetertransport von Chile nach Europa genutzt.
1914 Das Schiff ging, nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, vor den neutralen Azoren in Horta vor Anker.
1916 Am 23. Februar wurde das Schiff von Portugal konfisziert. Unter dem Namen "Flores transportierte es dann Kriegsgüter für Großbritannien.
1924 Nach einem Umbau diente das Schiff unter dem Namen "Sagres" der portugiesischen Marine als Segelschulschiff.
1930 Unter dieser Verwendung erhielt es zwei Diesel–Hilfsmotoren.
1958 gewann sie die Tall Ships' Races Regatta.
1962 Die Zeit als Segelschulschiff endete mit der Indienststellung der jetzigen Sagres. Danach lag es unter dem Namen Santo Andrë als Depotschiff im Marinehafen Alfeite bei Lissabon.
1974 Der Vorsitzende des Hamburger Hafen-Vereins Fiete Schmidt gründete den Verein Windjammer für Hamburg mit dem Ziel, "Hamburgs Vergangenheit als Kauffahrtei- und Schifffahrtstadt in lebendiger Erinnerung zu halten."
1978 Der Verein wurde auf die frühere "Rickmer Rickmers" aufmerksam.
1983 und tauschte sie in heruntergekommenem Zustand gegen die Yacht " Anne Linde "( jetzt Polar). Nach einer mehrjährigen Restaurierung dient sie seither unter ihrem ersten Namen als Museumsschiff an den Hamburger Landungsbrücken.




Bundesmarine SSS GORCH FOCK ( 2 ) (1958) Heimathafen: K I E L

1958 Das Schiff wurde am 24. Februar auf Kiel gelegt. Wie schon die erste "Gorch Fock" der Reichsmarine wurde sie bei Blohm & Voss gebaut. Vorausgegangen waren aufgrund des Untergangs der "Pamir" 1957 starke Kontroversen in der Bevölkerung und den Entscheidungsgremien über Fertigstellung und Indienststellung des Schiffes. Dabei wurde unter anderem die Zweckmäßigkeit eines Segelschiffes für zeitgemäße militärische Aufgaben infrage gestellt. Der Stapellauf fand am 23. August statt. Dabei hielt Rudolf Kinau, der Bruder Gorch Focks, die Taufrede auf Niederdeutsch. Die Taufe selbst vollzog Rudolf Kinaus Tochter Ulli Kinau. Am 17. Dezember wurde das Segelschulschiff in Dienst gestellt.
1959 Am 3. August trat die "Gorch Fock" von Kiel aus ihre erste Auslandsreise an. Das Schiff wurde im Laufe der kommenden Jahre als "Botschafter Deutschlands" weltweit bekannt.
1964 "GORCH FOCK" vertrat Deutschland bei der Weltausstellung in New York.
1974 Die "Gorch Fock" lief im Rahmen der Großseglerregatta Kopenhagen–Gdingen als erstes Kriegsschiff der Bundesmarine einen polnischen Hafen an.
1976 Im August wurde das Schiff bei der Großseglerregatta aus Anlass der 200–Jahr-Feier der USA zum Sieger erklärt, da sie in Führung lag, als die Regatta wegen Flaute abgebrochen wurde.
1977 SSS GORCH FOCK besuchte den jugoslawischen Hafen Split.
1995 In den Jahren 1985 und 1991 gab es verschiedene Umbauten am Schiff.
2000 Bis in das Jahr 2001 kam es zu einer längeren Werftliegezeit, so dass einige Ausbildungsfahrten mit der dazu gecharterten norwegischen "Statsraad Lehmkuhl" absolviert wurden.
2012 Es wurden Reparaturen für rund zehn Millionen Euro notwendig, obgleich das Schiff erst im Jahre 2010 generalüberholt worden war.
2016 Bei geplanten Instandsetzungsarbeiten im Januar in der Elsflether Werft, für die 10 Millionen Euro veranschlagt waren, wurden weitere Schäden gefunden, woraufhin im Oktober ein Baustopp verhängt und eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung angewiesen wurde.
2017 Am 26. Januar entschied Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen schließlich, die Instandsetzungsarbeiten, deren Kosten nun auf 75 Millionen Euro veranschlagt wurden, fortzuführen. (Die deutsche Marine nutzte 2017 und 2018 die annähernd baugleiche rumänische Bark "Mircea" für die Ausbildung. Die "Gorch Fock" soll grundsätzlich bis üer das Jahr 2030 hinaus als Segelschulschiff genutzt werden.)
2018 Nach Angaben der Werft im März könnten die Kosten auf 135 (!) Millionen Euro steigen und die Überholung bis Mitte 2019 dauern.
Im Zuge der Instandsetzung des Segelschiffs kam es im Dezember zu Korruptionsvorwürfen, was auch die beiden Vorstandsmitglieder der ausführenden "Elsflether Werft" die Posten kostete. Die Staatsanwaltschaft Osnabrük ermittelt wegen des Korruptionsverdachts.
2019 Die Werft die im Januar 2019 eine neue Geschäftsführung erhielt, musste am 20. Februar Insolvenz anmelden.




Gorch Fock ( I ) ( 1933 ) Tall–Ship–Friends e. V. Heimathafen: STRALSUND

(Die Gorch Fock ist das Typschiff einer Klasse von sechs Segelschulschiffen, zu der auch das 1958 gebaute gleichnamige Segelschulschiff der Deutschen Marine gehört.
Zur Unterscheidung der Schiffe werden gelegentlich in Klammern die Baujahre, oder auch in Klammern eine 1 oder 2 angehängt, die aber nicht offiziell zum Schiffsnamen geören.)

1933 Die "Gorch Fock"ist ein als Bark getakeltes Segelschulschiff. Sie wurde 1933 bei Blohm & Voss für die Reichsmarine gebaut und nach dem Schriftsteller Gorch Fock benannt. Nach 100 Tagen Bauzeit wurde das Schiff am 3. Mai auf den Namen von SSS Gorch Fock getauft.Am 27. Juni wurde das Schiff in Dienst gestellt. Neun Offiziere und 56 Unteroffiziere und Mannschaften bildeten die Stammbesatzung. Das Schiff bot Platz für 198 Seekadetten. Diverse Ausbildungsfahrten führten das Schiff auch ins Ausland.


Gorch Fock ( 1 ) (1933) Stralsund Gorch Fock 1


1935 Ab 7. November fuhr die ŘGorch Fock" unter der neuen Reichskriegsflagge. Heimathafen wurde Stralsund.
1937 Das Schiff erhielt am Besanmast eine zusätzliche Gaffel und teilte damit die Beseglung in die neuen Segel Nr. 21 und 22.
1939 Die "Gorch Fock" und ihre beiden Schwesterschiffe "Horst Wessel" und "Albert Leo Schlageter" wurden vor allem als stationäre Wohnschiffe und nur noch wechselnd als Ausbildungsschiffe genutzt.
1942 So lag die "Gorch Fock" 1942 in Swinemünde und im April 1944 in Kiel als Wohnschiff.
1944 Am 24. April wurde die "Gorch Fock" von Kiel nach R#252;gen geschleppt. Vor Lauterbach wurde der Anker geworfen. Am 1. Oktober wurde die "Gorch Fock" in den Stralsunder Hafen verholt Wegen der schlechten Heizmöglichkeiten wurde das Schiff zuerst von einem Dampfprahm und später von einer Lokomotive beheizt.
1945 Die Bark wurde am 9. März aus dem Hafen zu einem Liegeplatz vor der Halbinsel Drigge geschleppt. Ungeklärt ist bis heute, weshalb das Schiff nicht zur Verlegung von Soldaten in Richtung Westen eingesetzt wurde. Am 27. April wurde die "Gorch Fock" außer Dienst gestellt und teilweise abgetakelt. Bereits am 30. April stand eine Vorausabteilung der Sowjetarmee in Sichtweite der "Gorch Fock" vor Devin. Gegen 12 Uhr 30 dieses Tages erfolgte ein Beschuss durch die auf Höhe Devin stehenden sowjetischen Panzer. Die "Gorch Fock" erhielt während des 45–minütigen Beschusses drei Granattreffer, wobei Takelage und Rumpf leicht beschäigt wurden. Von deutscher Seite aus war am Morgen desselben Tages Sprengstoff an Bord gebracht worden. Dieser wurde mittels Zündschnüren gezündet. Das Schiff sank um 14 Uhr auf der Position 54° 17' 28" N, 13° 8' 22" Ost im Strelasund, mit stehenden Masten noch gut sichtbar.
1945 Nach dem Ende des Krieges wurde die "Gorch Fock" als Reparationsleistung der Sowjetunion zugesprochen
1951 Am 15. Juni wurde sie als Segelschulschiff der Sowjetischen Marine mit Heimathafen Cherson am Dnepr als SSS "TOWARISCHTSCH" in Dienst gestellt.
1957 Die Towarischtsch unternahm 1957 eine Weltreise
1974 Towarischtsch gewann 1974 und 1976 jeweils die Operation Sail. Bis Anfang der 1990er Jahre fuhr das Schiff unter dem Namen Tovarishsh (russisch) Genosse, ( deutsch) in der sowjetischen Handelsmarine.
1991 Nach der Auflösung der Sowjetunion ging das Schiff 1991 in das Eigentum der Ukraine und ihrer Handelsmarine &252;ber. Wegen Geldmangels wurde es aber schon 1993 deaktiviert. 1995 segelte sie zum letzten Mal, diesmal von Cherson nach Newcastle upon Tyne, wo private Sponsoren das Schiff reparieren wollten. Dieses Unterfangen scheiterte an den hohen Kosten.
1999 Schließlich wurde die Towarischtsch, inzwischen in relativ schlechtem Zustand, mit Unterstützung des deutschen Vereins Tall–Ship Friends nach Wilhelmshaven gebracht, wo sie als Flaggschiff der Expo 2000 diente.
2003 Das nicht seetüchtige Segelschiff liegt im Stralsunder Hafen. Das Schiff gehört derzeit dem deutschen Verein Tall–Ship Friends.
2014 Am 28. März gab die Stadt Stralsund bekannt, man wolle mit dem Eignerverein Tall– Ship Friends Gespräche über einen Verkauf der Bark an die Hansestadt führen. Zuvor hatte es oft geheißen, dass die Bark nach Rostock umziehen könnte
2016 Am 1. März wurde das Schiff in die Denkmalliste des Landes Mecklenburg–Vorpommern aufgenommen.
2018 Im September berichtete die Stralsunder Ostsee–Zeitung von Kaufplänen der Stadt. Inklusive der notwendigen Sanierung müssten nach dem Bericht der Zeitung fast acht Millionen Euro aufgebracht werden. Am 8. November sprach sich die Stralsunder Bürgerschaft dafür aus, das Schiff zu kaufen. Die Stadt geht von einem Kaufpreis von 950.000 Euro aus. Die im Jahr 2015 erneuerte Schwimmfähigkeitsbescheinigung läuft im Jahr 2020 ab.

www.http://gorchfock1.de/




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