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Sammlerphilosophie - Gedanken zum Sein....


www.MarCollect.de© macht sich so seine Gedanken, wie man die vielen Exponate die im Laufe der Jahre zusammenkommen, sinnvoll einteilt und archiviert.

Die Gesamt-Sammlung www.MarCollect.de© umfasst mittlerweile mehr als 2.200 verschiedene Tischflaggen.

Großer Wert wird auf deutsche Flaggen gelegt - daran hat sich nichts geändert. Im Gegensatz zu einigen anderen bekannten Sammlern, die sich ausschließlich auf Reederei-Flaggen spezialisiert haben, wird in dieser Sammlung gesamtorientiert gesammelt. D.h., es wird alles gesammelt : Tischflaggen aus dem Schiffbau, der Schiffahrt, von Maklern, von Häfen, von den Klassifikationsgesellschaften, aber auch Spezialitäten sind gefragt, wie die Tischflaggen der Lotsenvereinen, der Schifferkirchen-u. Verbände, von Versicherern, Organisationen und übergeordneten Verbänden. Denn - irgendwie und irgendwo sind doch alle Gebiete miteinander verbunden, greift ein Rädchen ins nächste und erst alle Rädchen zusammengefügt ergeben "ein Ganzes".

Bevorzugt werden verständlicherweise alte Stücke gesammelt und dazu möglichst zum Vergleich dann auch die jeweils aktuellen Versionen.

Zu jeder einzelnen Tischflagge wird ein Datenblatt erstellt. In einem "Kopf-Kästchen" auf der Frontseite erscheint Name und Standort des Logo-Eigners und auf der Seite mittig das Wort aufgezogen.

Da bei der Menge der vorhandenen Flaggen naturgemäß nicht alle Flagge aufgestellt sein können, sondern in bestimmten Abständen rochieren, kommen Datenblatt und Flagge in Prospekthüllen und nach besonderen Kriterien sortiert in Ordner. Ist die Flagge gerade aufgezogen, ist das Wort aufgezogen lesbar.

Auf der Rückseite der Datenblätter wird - soweit recherchierbar - die ausführliche Historie abgedruckt.

Grundsätzlich gilt es erst einmal, grob in Sammelgebiete zu unterteilen - in die Seeschifffahrt und in die Binnenschifffahrt.

Die See-Schiffahrt   ist ein sehr komplexes Thema. Um sich als Sammler, der zwangsläufig irgendwann beginnt Privatstudien zu seinem Hobby zu betreiben, nicht zu verzetteln, sollte man die Seeschiffahrt in Themenschwerpunkte unterteilen.

Das Kapitel See-Schiffahrt 1 könnte so in die Themengruppen
             die >deutsche Seeschiffahrt,
             die > internationale Seeschiffahrt,
             die > Kreuzfahrt,
             das >Schleppen - Bergen - Retten,
             die > Fischerei
             das >Lotswesen, See-, Hafen-, Revier-u. Kanal-Lotsen,
eingeteilt werden und sich damit ausschließlich der Seeschiffahrt in ihrem direkten Spektrum widmen.

Es lassen sich sehr schöne Specials aus Tischflaggen zusammenstellen, sei es von einzelnen Großreedereien wie der DSR und ihrer Altgesellschaften, oder auch HAPAG + LLOYD / HAPAG - LLOYD u.v.a.m. zur Darstellung deren Geschichte. (Vergl. hierzu die Seite " Flaggen Specials)

Das Literaturangebot auf diesem Gebiet ist grenzenlos. Nimmt man die Angebot von GUD alias Gerd-Uwe Detlefsen, die Bücher von Prager, Kludas oder Witthöft, oder greift man auf die Chroniken zurück, die manche Reeder selbst herausgeben. Diese Bücher erweitern den maritimen Horizont ungemein, sind in der Regel aufwändig illustriert und kurzweilig geschrieben. Man findet darin sehr viele Anregungen für seine Sammlungen, Tischflaggen mit unbekannten Logos, Fotos, Lithographien, Nautiquitäten und vieles andere mehr.

Ist das Interessensgebiet national schon ein bodenloses, so lässt sich bei Grundkenntnisssen fremder Sprachen auch international sehr viel für das Hobby tun. Oftmals hat man den Eindruck, maritime Unternehmen ferner Länder freuen sich über die Kontakte.

Die See-Schiffahrt ist, wie gesagt, ein sehr komplexes Thema, daß sich nicht in einem Zuge behandeln läßt. Eine Zweiteilung erscheint hier schon sinnvoll.

Das Kapitel See-Schiffahrt 2 könnte so in die Themengruppen
             die Makler ( in ihrer gesamten Spezialisierungsvielfalt )
             die Häfen - See
                               -Binnen
             Wasserbau
             Versicherer und Versicherungsvereine
             Verlader und Logistik
             Peripherie und Spezialitäten
unterteilt werden und sich damit sozusagen dem indirekten Spektrum widmen.

Die Binnen-Schiffahrt, im Hinterkopf manchen Sammlers in eine hintere Ecke verdrängt, ist mit ihren Spezialitäten >Partikuliere, >Genossenschaften, >Reedereien tatsächlich jedoch ein in sich so komplexes Thema, daß es hier zu einer ganz separaten Betrachtung kommen sollte.

Die Binnen-Schiffahrt ist ein Gebiet auf das sich der Sammler, der von der Seeschifffahrt kommt, in der Regel erst später begibt.

Ganz grob gesehen ist das Gebiet aufzuteilen in
             die >Trockenschiffahrt
             die >Oel/Chemie- und Gas- Tankschiffahrt

Aber das Gebiet ist sehr viel umfangreicher, geht man in
            die alten >Koppel-Verbände, oder befasst man sich mit
                    der >Schubschiffahrt der Binnenreedereien
Geht man noch weiter zurück in
                      die >Schleppschiffahrt,
so findet man ein wirtschaftshistorisch ganz interessantes Gebiet vor.
Auch heute gibt es noch Schlepper ! z. B. auf dem Rhein, nämlich solche, die im Vorspanndienst immer dann tätig werden, wenn die Motorisierung von Schiffen nicht ausreicht um aus eigener Kraft die (Gegen-) Strömung zu überwinden.

Die Sammelgebiete - gleich ob Tischflaggen oder Literatur - teilen sich in der Regel auf in die drei Sektoren
            >Partikulierschiffahrt
            >Genossenschaften
            >Reedereien
und dann eben mit den oben geschilderten Trennungen in Trocken- und Tankschiffahrt.

Auch hier besteht dann die Möglichkeit, Specials anzulegen. Schiffsmodelle 1:1250 oder 1:330 hingegen sind in der Binnenschiffahrt eher selten.

An Literatur bieten sich auch hier Werke von Prager an z. Beispiel Zu Schiff durch Europa oder Bildbände wie Rheinschiffahrt oder Die Binnenschiffahrt, aber auch sehr schöne Unternehmenschroniken wie sie von den größeren Unternehmen herausgegeben werden; auch hier, wie bei den Werken der Seeschiffahrt, reich bebildert, kurzweilig geschildert und sehr lehrreich.

Hat man sich lang genug mit der Schiffahrt auseinandergesetzt, erweitert man zwangsläufig sein Spektrum und begibt sich auf das Gebiet des Schiffbau - spätestens in dem Moment, in dem man sich darüber klar wurde, daß der Reeder in der Regel eigentlich auch nur Makler ist, nämlich Finanzmakler für die Kapitalanleger. Er wirbt Kapital ein, wirbt für das Geld einen Interessenten >Charterer< und läßt für das eingeworbene Geld nach den Vorstellungen des Charterers ein Schiff bauen. Nach seinen Vorgaben wird konstruiert und einer Werft der Zuschlag erteilt.

Natürlich unterliegt man zunächst der Faszination der Farben und Heraldik der Reederei-Tischflaggen. Man möchte mehr wissen, liest Bücher und Broschüren, man sieht die Schiffe der Reedereien und stellt sich Fragen zur Herkunft, zur Technik, zum Bau. Man bekommt Tischflaggen der Werften, man liest Bücher und Broschüren und stellt fest - Schiff ist nicht nur Hülle, da ist die Maschine, da sind die Propeller, da ist ganz viel Zubehör.... und so teilt man > den Schiffbau < zwangsläufig auch auf, nämlich in......

             >Werften im Binnenland      - Bau sowohl von Binnen- wie z. Teil auch Seeschiffen
             >Werften im Küstenbereich - Bau sowohl von See- wie z. Teil auch Binnenschiffen
             >Konstruktion - Versuch und Finanzierung - Schiffsbanken und Emissionshäuser
             >Motoren- und Antrieb sowie Zulieferer anderen Equipments und nicht zu vergessen, die
             >Klassifikationsgesellschaften - organisiert in der I.A.C.S.

Man beschäftigt sich mit den Themen, liest die Chroniken mehrfach, geht tiefer in die Historie und sucht Zusammenhänge. Man stellt bei den Tischflaggen <Specials> zusammen....

Man sieht die Gewaltigkeit der Schiffsmaschinen, die mehr als 5 Stockwerke hoch sein können, man beschäftigt sich mit der Präzision der Schiffsschrauben, lernt SCHOTTEL und auch Schneider-VSP kennen und liest sich in die Vorschriften für Klassifikation und Besichtigungen der " Schiffs-TÜV's " ein...

Man liest die Broschüren der Emissionshäuser, man versucht sich in Betriebswirtschaft um diese Angebote nachvollziehen zu können...............

Die Super-Schiffbauhallen, die gewaltigen Docks oder Lifte - ob bei Meyer in Papenburg oder bei den Werften in den NeBuLä - sind Phänomenale die beeindrucken. Man lernt Stevendocks kennen und wundert sich über die Größe von Schiffen die "quer zu Wasser gelassen werden".

Kurzum, die Thematik des > Schiffbau < mit all seiner Peripherie, ist mindestens genau so interessant wie die Thematik der > Seeschiffahrt <.


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