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Forschungsschifffahrt in Deutschland
– auch ein interessantes Sammelgebiet –

Table flags from research shipping, the Institute and flags for each research vessels

Mit dem Wort Meeresforschung werden in erster Linie die staatlichen bzw. institutionellen Meeres– und Polar–Forschungsinstitute in Verbindung gebracht –
das Alfred-Wegener-Institut für Polar und Meeresforschung in Bremerhaven – kurz : AWI,
das Leibnitz–Institut für Meereswissenschaften der Uni Kiel – kurz : IFM–GEOMAR,
das Leibnitz–Institut für Ostseeforschung Warnemünde der Uni Rostock – kurz : IOW –
( das ehemalige Institut für Meereskunde bei der Akademie der Wissenschaften der DDR.)

Diese Institiute lassen ihre Forschungsschiffe durch erfahrene deutsche See-Reedereien betreuen, wie etwa die alteingesessene Hamburger Reederei F. Laeisz und die Leeraner Reederei Roelf Briese.

Neben diesen Instituten beschäftigen sich private Reedereien – neben der Bereederung der Instituts–Flotten – mit der Forschungsschiffahrt, indem sie selbst Forschungsschiffe in Charter oder im Eigentum halten, die kommerziell betrieben werden – d. h. sie werden im Auftrag von Industrieunternehmen tätig, etwa bei der Suche nach Manganknollen. o. ä.
Hier sind in erster Linie die RS – Reederei Forschungsschiffahrt, in Bremen, ein Schwesterunternehmen der bekannten URAG zu nennen, die sowohl die FS SONNE und SCHALL selbst betreibt, als auch das FS POLARFUCHS für IFM-GEOMAR betreut.....
... aber auch die ebenfalls in Bremen ansässige Hempel Shipping GmbH (ehemals Resarch Shipping GmbH.) mit ihren 4 Forschungs-Schiffen MS AURELIA, MS VIKTOR HENSEN, MS FUGRO GAUSS und MS AQUARIUS
... und die Reederei Roelf Briese aus Leer mit dem reedereieigenen FS GRINNA

Soweit Tischflaggen in der Sammlung vorhanden sind, sollen die Einheiten hier kurz vorgestellt werden.....


Von Nordpol bis Südpol, vom Flachwasser bis in die Tiefsee : Das Alfred-Wegener–Institut für Polar– und Meeresforschung erforscht seit mehr als 25 Jahren die Zusammenhänge des weltweiten Klimas und der speziellen Ökosysteme im Meer und an Land. Zentraler Forschungsschwerpunkt sind die eisigen Welten der Arktis und Antarktis. Außerdem führt das Alfred–Wegener–Institut wissenschaftliche Projekte in den gemäßigten Breiten durch. Das nötige Know–how gewährleisten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen und Nationen. Gemeinsam und übergreifend untersuchen sie die Klima–, Bio– und Geosysteme der Erde. Ziel der Forschungsarbeiten am Alfred–Wegener–Institut ist, die Veränderungen der globalen Umwelt und des Erdsystems zu entschlüsseln, die teils natürlich und teils durch den Menschen hervorgerufen sind.......

FS POLARSTERN – Kraftprotz und Technikwunder und doppelwandiger Eisbrecher, der bei Außentemperaturen bis zu –50ºC arbeiten und gegebenenfalls im Eis der polaren Meere überwintern kann. "Polarstern" kann 1,5 Meter dickes Eis mit einer Geschwindigkeit von ca. 5 Knoten durchfahren. Dickeres Eis muss durch Rammen gebrochen werden.

FS POLARSTERN (Bereederung durch Laeisz) ist neben dem FS MARIA S. MERIAN des IOW das einzige eisbrechende Forschungsschiff in Europa.

Neben POLARSTERN kommen für das AWI weitere, kleinere Forschungsschiffe– und Forschungsboote zum Einsatz, die bestimmten Fahrtgebieten bzw. Instituten zugeteilt sind :
FS UTHÖRN – fährt ausschl. in der Nordsee und gehört zur Biologischen Anstalt Helgoland
FB MYA – ist ausschl. im Nordsfriesischen Seegebiet und ist der Wattenmeerstation Sylt zugeteilt.
FB AADE – ist ein Boot der Biologischen Anstalt Helgoland und arbeitet max. in Sichtweite der Insel
FB DÜKER – ist ein Boot der Biologischen Anstalt Helgoland und arbeitet max. in Sichtweite der Insel

Neben diesen kleineren, regionalen Forschungseinheiten ist für das AWI mit FS HEINCKE ein weiteres größeres Forschungsschiff in Fahrt.





Tischflagge des MS HEINCKE Flagge des FS HEINCKE


FS Heincke ist ein baugleiches Schwesterschiff des FS Alkor. FS HEINCKE ist im Besitz der Bundesrepublik Deutschland und wird von der Biologischen Anstalt Helgoland, einer Außenstelle des Alfred–Wegener–Instituts für Polar– und Meeresforschung betrieben. Bereedert wird das Schiff von der Reederei Roelf Briese im Ostfriesischen Leer. Das Einsatzgebiet der Heincke konzentriert sich im Wesentlichen auf die Nord- und Ostsee.

Der Briese Schiffahrts GmbH & Co. KG in Leer ist eine spezielle Abteilung für die Forschungs–Schifffahrt angegliedert, die insgesamt fünf Instituts–Schiffe bereedert und zudem mit FS GRINNA eine eigene Forschungseingheit in Fahrt hält, die am freien Markt eingesetzt wird.
Kapt. Roelf Briese, Sohn eines Ditzumer Kutterfischers, ist ein aufgeschlossener Geschäftsmann, mit einer Nase für jedes Geschäft – mehr als 100 Frachtschiffe in Fahrt, Brücken-Ersatzdienst – mit der extra für diesen Zweck angekauften Flußfähre " JULIUS " – während des Umbaus der Jan–Berghaus–Brücke, Übernahme eines Teils der alten Janssen–/Schlömer–Werft und zeitweise Betrieb der "Nesse–Werft", Bau und Betrieb eines Fahrradhotels in seinem Heimatdorf Ditzum – vieles mehr wie eben Forschungsschiffahrt.....





IFM - Institut für Meereskunde, Kiel Die Flagge des urspünglichen IFM bis 2004

Die Geschichte des IFM geht zurück auf das Jahr 1902 .....


.....1937 wurde dann das Institut für Meereskunde als Universitätsinstitut von dem Zoologen Adolf Remane gegründet.

Zweiter Direktor wurde 1944 der Meereschemiker Hermann Wattenberg, der mit neun Mitarbeitern im gleichen Jahr bei einem Bombenangriff auf Kiel im ersten Institutsgebäude in Kitzeberg auf dem Ostufer ums Leben kam.

Die schnelle Entwicklung des völlig zerstörten Instituts nach dem Zweiten Weltkrieg ist wesentlich der Aufbauarbeit von Georg Wüst und Gänter Dietrich als Institutsdirektoren zu verdanken. Das alte Institutsgebäude in der Hohenbergstraße wird heute noch als Nebengebäude genutzt.

1972 wurde der Institutsneubau zwischen dem Düsternbrooker Weg und der Kiellinie bezogen (Erweiterungsbau 1988). Zum Institut gehört eine eigene Pier für die Forschungsschiffe.






1987 wurde am Kieler Ostufer das Forschungszentrums für Marine Geowissenschaften GEOMAR gegründet. Während sich das Institut für Meereskunde mit den physikalischen, chemischen und biologischen Prozessen im Meer und der Wechselwirkung mit der Atmosphäre beschäftigte, standen bei Forschung des GEOMAR die geologischen, geophysikalischen und geochemischen Prozesse des Meeresbodens und der Interaktion mit der Wassersäule im Vordergrund.
Das Institut ( IFM–GEOMAR)in der heutigen Form entstand im Jahr 2004 durch die Zusammenführung der "Stiftung für marine Geowissenschaften" (GEOMAR) und dem "Institut für Meereskunde an der Christian–Albrechts–Universität zu Kiel" "IfM".

IFM–GEOMAR betreibt insgesamt vier Forschungsschiffe – zwei kleinere Einheiten, den Forschungskutter LITTORINA, das kleine Forschungsschiff POLARFUCHS (in der Bereederung der RF-Forschungsschiffahrt – s.u.) sowie die beiden großen und bekannten Hochsee-Forschungsschiffe FS ALKOR und FS POSEIDON:
Baujahr 1990 – BRT 999,08 – Länge 55,20 m – Breite 12,50 m – Tiefgang 4,16 m – Geschwindigkeit 12,5 kn – Aktionsradius 7.500 sm – Besatzung 10 nautisch/technisches Personal – Wissenschaftler 12 ( und 3 Reserve )






Die 1. Alkor war ein deutscher Forschungskutter, der von 1966 bis 1990 vom IFM, Institut für Meereskunde in Kiel eingesetzt wurde.

1965 F.K. ALKOR lief am 19. August auf der Bauwerft J. G. Hitzler in Lauenburg vom Stapel und wurde nach dem Stern Alkor benannt. Das Schiff war aus Mitteln der Volkswagen-Stiftung gebaut worden. Die Übergabe an das IfM der Uni Kiel erfolgte am 2. März 1966 in Kiel.

1968 F.K. ALKOR wurde anschließend bei der August–Pahl–Werft in Hamburg–Finkenwerder weiter ausgebaut.
Die Maße des Kutters : Länge (ü.a.) 38,14 m — Breite 9,0 m Tiefgang max. 3,6 m — Vermessung 369 BRT

1986 Bereits vor der 20–Jahr Feier der "alten" ALKOR am 3. März war eine Verlängerung bzw. ein Ersatzbau im Gespräch. Konkrete Forderungen für einen Neubau konnten aus der Ostsee–Konvention und den Bedürfnissen für das Biologische Monitoring abgeleitet werden, das seinerzeit für die alte Bundesrepublik vom IFM –Institut für Meereskunde (jetzt IFM–GEOMAR) wahrgenommen wurde.

1990 F.K. ALKOR wurde nach 23 Dienstjahren aufgrund der Auflagen der Helsinki–Konvention zum Schutz der Meere, die nur nach umfangreichen Umbauten hätten erfüllt werden können, außer Dienst gestellt und durch das Forschungsschiff ALKOR ( siehe nachstehend ) ersetzt.

Die nun "ehemalige" Alkor wurde noch im Jahr der Außerdienststellung zur Yacht umgebaut und in Alk umbenannt. Das Schiff lag lange in einem niederländischen Hafen und stand zum Verkauf.








Altes Banner des FS ALKOR des IFM–GEOMAR 1. Tiscbanner des FS ALKOR

Die Alkor ist nach dem auch als "Reiterlein" bezeichneten Begleitstern Alkor des Sterns Mizar im Großen Bären benannt. Gebaut wurde das Schiff 1989/90 unter der Baunummer 0181 auf der Cassens–Werft in Emden.
Der Stapellauf der ALKOR fand am 11. September 1989 in Emden statt. Das Schiff, das im April 1990 fertiggestellt wurde, wurde am 2. Mai 1990 in Dienst gestellt und löste den 1965 gebauten Forschungskutter (siehe vorher) mit gleichem Namen ab.

Seit der Indienststellung der neuen "ALKOR" im Jahr der deutschen Vereinigung hat das Forschungsschiff insgesamt 220.000 sm zurückgelegt (entspricht dem 10fachen Erdumfang) und 155 längere Forschungs–Fahrten durchgeführt. Zudem war in dieser Zeit das Schiff an 2.265 Tagen für eintägige Lehr– bzw. Praktikumsfahrten und Mehrtagesfahrten in See. Ingesamt waren 10.967 Wissenschaftler, Techniker und Studenten eingeschifft. Die "ALKOR" wurde seit Indienststellung gemäßM dem unveränderten Fahrterlaubnisschein für "Kleine Fahrt" fast ausschließlich in der Ostsee, dem Kattegat und Skagerrak sowie in der Nordsee eingesetzt. Die längste Forschungsfahrt führte 1992 in küstennahen Gewässer vor Portugal.

Rechts - die alte Flagge von der Indienststellung...

Links - die aktuelle Tischflagge aus dem Hause Briese, dem Management-Unternehmen.






Am 10.9.1974 wurde der Schichau Unterweser AG (SUAG) in Bremerhaven der Auftrag erteilt, das FS "Poseidon" für das IFM – Institut für Meereskunde Kiel, zu bauen. Baujahr 1976 – 1.049 BRT – Länge 60,80 m – Breite 11,40 m &ä8211; Tiefgang 4,365 m – Geschwindigkeit 12,5 km – Aktionsradius 4. 000 sm Besatzung 16 nautisch/technisch und 11 Wissenschaftler



Aktuelle Tischflagge des FS POSEIDON Aktuelle Tischflagge des FS POSEIDON

Mit seiner Länge von rund 60 m gehört die FS Poseidon zu den mittelgroßen deutschen Forschungs-schiffen. Zwölf Wissenschaftler und Wissenschaftler– innen finden auf ihr Platz. FS Poseidon gehört dem Land Schleswig-Holstein und wird vom Institut für Meereskunde der Universität Kiel betrieben. FS Poseidon wird von der Reederei Briese in Leer bereedert. Ihr Operationsgebiet beschränkt sich auf den Atlantik und seine Randmeere.


Ein weiteres deutsches Institut beschäftigt sich mit der Erforschung der Meere und des Meeresbodens, das in Warnemünde ansässige IOW –Leibnitz–Institut für Ostseeforschung. Eine Tischflagge dieses Institutes hat den Weg noch nicht in die Sammlung gefunden – dem Vernehmen nach soll es keine solche geben.
Ersatzweise soll dann hier das Banner des Vorgänger–Institutes aus den Zeiten vor der politischen Neuordnung gezeigt werden, das Banner der Akademie der Wissenschaften der DDR......






Tischbanner des ehemaligen Institut für
Meeresforschung der DDR (Seite 2) Rückseite des Banner des Institiut für Meeresforschung der DDR

Die Akademie der Wissenschafen der DDR, – Institut für Meeresforschung betrieb "seinerzeit" die Ozeanographischen Forschungsschiffe " Alexander von Humboldt " und " Professor Albrecht Penck ".

Etwas zur Geschichte......
Die Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin war eine Nachfolgeorganisation der 1700 von Gottfried Wilhelm Leibniz gegründeten Kurfürstlich Brandenburgischen Sozietät der Wissenschaften. Nach dem 2. Weltkrieg wurde sie mit dem SMAD-Befehl Nr. 187 vom 1. Juli 1946 wieder eröffnet.

Die Akademie sollte künftig als "höchste wissenschaftliche Institution" Forschungs– institute für bestimmte Forschungs– aufgaben gründen und erhalten. Traditionelle Arbeitsformen, wie wissenschaftliche Kommissionen und Unternehmungen, blieben daneben bestehen. Die Umgestaltung der Berliner Akademie erfolgte nach dem Vorbild der sowjetischen Akademie der Wissenschaften. Sie entsprach aber auch den Vorstellungen der Akademiemitglieder, die bereits 1930 in einer Denkschrift vom preußischen Staat die Bildung von geistes– und naturwissenschaftlichen Instituten an der Akademie gefordert hatten. Mit dem SMAD-Befehl Nr. 309 vom 18. Oktober 1946 wurden der Akademie erste Institute und Einrichtungen angegliedert. Am 7. Oktober 1972 erfolgte die Umbenennung der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin in Akademie der Wissenschaften der DDR.
Das IOW wurde 1992 als Nachfolger des Instituts für Meereskunde Warnemünde (Akademie der Wissenschaften der DDR) gegründet. Es dient der interdisziplinären Meeresforschung mit besonderer Hinwendung zu Küsten- und Randmeeren. Die Ostsee fungiert dabei als ideales Fallbeispiel vor der Haustür. Durch die vier am IOW vertretenen Fachsektionen : Physikalische Ozeanographie / Messtechnik, Meereschemie, Biologische Meereskunde und Marine Geologie ist gewährleistet, dass alle wesentlichen Aspekte einer marinen Ökosystemforschung gebührend berücksichtigt werden können.




Bis zum Jahre 2004 waren für das IOW zwei Forschungsschiffe in Fahrt. "FS Alexander von Humboldt" wurde dann aus der Fahrt genommen – übrig blieb "FS Prof. Albrecht Penck". Bereits im Jahre 2005 wurde dem Institut aber ein Neubau zugeordnet, "FS Maria S. Merian", das modernste Forschungsschiff der Welt....... beide werden von der Reederei Briese in Leer bereedert.

Die "Professor Albrecht Penck" war bis zum 21. August 2010 – dem Tag seiner Ausserdienststellung – nicht nur das älteste noch in Betrieb befindliche deutsche Forschungsschiff, es ist auch das Schiff mit der längsten Einsatzzeit im Dienste der deutschen Meeresforschung.
Ozeanologische Messfahrten in der Anfangszeit wurden mit einfacher gerätetechnischer Ausrüstung durchgeführt. Doch auch mit Handwinden, Nansen-Schöpfern, Kippthermometern und Ekman–Merz–Strömungsmessern wurden von dem auf jeder Station ankernden Schiff beachtliche Ergebnisse erzielt und unter anderem wichtige Grundlagen zur Beurteilung langfristiger Veränderungen in der Ostsee geschaffen. Die so gewonnenen Daten stellen heute einen messtechnischen Schatz dar. Ununterbrochene Beobachtungen über fast 60 Jahre haben Klimageschichte der Ostsee geschrieben, sie bilden das Fundament der IOW-Datenbank und für die zusammenfassende Monografie "State and Evolution of the Baltic See 1952-2008".
Auf etwa 950 Forschungsfahrten vom äquatorialen Atlantik bis zum Europäischen Nordmeer, aber mit dem Einsatzschwerpunkt in der Ostsee, legte die "Professor Albrecht Penck" alles in allem 640 000 Seemeilen oder 1 186 000 km zurück. Das entspricht ungefähr dreißig Erdumrundungen. Bei einer mittleren Geschwindigkeit von 8 Knoten war die " Penck " ca. 80 000 Stunden in Fahrt von einer Forschungsaufgabe zur nächsten. Zusammen genommen waren das fast 10 Jahre reine Dampfzeit auf See, bei Tag und Nacht, bei Wind und Wetter, immer sicher und unfallfrei. Alle, die je mit der "M Penck " unterwegs waren, werden die " alte Dame " künftig sehr vermissen.
Stimme einer mitfahrenden Forscherin .....
Trotz ihrer "Kleinheit" war sie mit viel Laborplatz ausgestattet. Relativ viel Wissenschaft auf relativ wenig Schiff : das erfordert ein hohes Maß an Koordination und Kooperation zwischen der Mannschaft und der wissenschaftlichen Crew, was an Bord zu einer sehr freundschaftlichen Atmosphäre geführt hat. Unter diesen Bedingungen machte die Arbeit deutlich mehr Spaß und lief viel unkomplizierter ab als auf größeren Forschungsschiffen.

" Die PENCK " wurde am 29. August 2011 außerdienst gestellt und an ein norddeutsches Konsortium verkauft.





Tischflagge des FS Elisabeth Mann Borgese Tischflagge des FS Elisabeth Mann Borgese

Als Ersatz bekam das IOW eine sehr gute gebrauchte Einheit zugeteilt......
Das neue Forschungsschiff des Leibniz–Institutes für Ostseeforschung Warnemünde wurde am 22. Juni auf den Namen "Elisabeth Mann Borgese" getauft. Die Wahl fiel nicht von ungefähr auf die jüngste Tochter des Schriftstellers Thomas Mann und seiner Frau Katia. Elisabeth Mann Borgese ist als "Botschafterin der Meere" weltweit bekannt. In ihrer zweiten Lebenshälfte bis zu ihrem Tod im Februar 2002 wandte sie sich der wissenschaftlichen und politischen Arbeit zum Schutz der Meere zu. Die "Elisabeth Mann Borgese" ersetzt die im August 2010 aus dem wissenschaftlichen Dienst gestellte "Professor Albrecht Penck". Ihr Einsatzgebiet ist in erster Linie die Ostsee.
Die bisher vom Wehrtechnischen Dienst der Marine genutzte "Schwedeneck" (Baujahr: 1987; Länge: 56,56 m; Tiefgang: 3,50 m, Max. Fahrt 14,5 kn), steht jetzt neu ausgerüstet der zivilen Forschung zur Verfü, gung. Umgerüstet wurde das Schiff auf der Peene–Werft in Wolgast. Es brachte bereits gute Voraussetzungen für die neue Aufgabe mit: Es verfügt über einen diesel–elektrischen Antrieb, Flossenstabilisierung, Bug– und Heckstrahlruder und Hydrografenschacht. Damit ist eine gute Lage und Manövrierfähigkeit auch bei Seegang gesichert. Beim Umbau in Wolgast wurden insbesondere Laborräume fest eingebaut und der Hauptkran gegen einen leichteren ausgetauscht. Insgesamt verfügt das Schiff jetzt %#252;ber 97 m2 Laborfläche und ein zweckmäßiges, großes Arbeitsdeck. Zwölf WissenschaftlerInnen und eine Besatzung von elf Personen finden darauf Platz. Das IOW und die Reederei Briese haben den Umbau gemeinsam betreut. Insgesamt wurden in Kauf, Umbau und wissenschaftliche Ausstattung des Schiffes 6,5 Millionen Euro investiert, die das Land Mecklenburg-Vorpommern und das Bundesministerium für Bildung und Forschung je zur Hälfte finanzierten. Schiffseigner ist seit dem 3. März 2011 das Land Mecklenburg-Vorpommern.




Das Eisrandforschungsschiff "Maria S. Merian" – "Das modernste Forschungsschiff der Welt" !!!

Im Rahmen einer Bund–Länder Arbeitsgruppe haben sich 2001 die Länder Schleswig–Holstein, Hamburg, Bremen und Mecklenburg–Vorpommern sowie der Bund, vertreten durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, bereit erklärt, das neue Eisrandforschungsschiff mit dem Namen "Maria S. Merian" zu finanzieren. Es sollte am IOW beheimatet sein und von hier aus für die Wissenschaft eingesetzt werden.
Daraufhin wurde im ersten Halbjahr des Jahres 2001 von einem Wissenschaftlich–Technischen–Fachausschuss ein Anforderungskatalog an ein solches Schiff erarbeitet.
Im Herbst 2001 erfolgte die Ausschreibung und schließlich der Abschluss des Bauvertrages am 29.Juli 2002 durch das Land Mecklenburg–Vorpommern als Bauherr mit der Kröger Werft in Schacht–Audorf bei Rendsburg. In diesem Vertrag sind die allgemeinen Daten des Schiffes festgelegt.
Am 11. Juni 2003 erfolgte die Kiellegung in Danzig. Nach zwei Jahren Bauzeit wurde das Schiff am 26. Juli 2005 in Schacht–Audorf getauft. Die feierliche Übergabe des FS "Maria S. Merian" an das Leibniz–Institut für Ostseeforschung in Warnemünde fand am 9. Februar 2006 statt.
Das 95 Meter lange Hightech–Gefährt ist für den Einsatz im Atlantik bis zum Eisrand, für Nord– und Ostsee, aber auch für Fahrten bis zum Äquator geeignet. Es ist damit außer der "Polarstern" das einzige europäische Forschungsschiff, das auch im Eis einsatzbereit ist. Die "Maria S. Merian" bietet mit ihren zahlreichen Labor– und Arbeitsräumen Platz für 22 Forscher und 21 Besatzungsmitglieder.

Die Koordination / Disposition der " Maria S. Merian " erfolgt allerdings nicht in Warnemünde sondern zusammen mit dem "FS METEOR" bei der Leitstelle Meteor/Merian, die an der Universität Hamburg.





Tischbanner des FS METEOR Tischbanner des FS METEOR

Die dritte und aktuelle "Meteor" wurde am 15. März 1986 in Dienst gestellt. Eigner des Schiffes ist die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
Betrieben wird das Schiff von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Die Bereederung erfolgte bis 2012 durch die Niederlassung Bremerhaven der Hamburger Reederei F. Laeisz GmbH. Zum Jahreswechsel 2012/13 ging die Bereederung nach europaweiter Ausschreibung ebenfalls an Briese,Leer.

Die Koordination der wissenschaftlichen Fahrtplanung liegt bei der Senats–Kommission für Ozeanographie, die Durchführung erfolgt durch die Leitstelle Meteor/Merian, die an der Universität Hamburg angesiedelt ist.
Finanziert werden die Einsätze des Schiffes entsprechend der Nutzung zu 70 % von der DFG und zu 30 % vom BMBF. div>

Das Schiff wurde 1985/86 auf der Schlichting-Werft in Travemünde gebaut. Es bietet Unterkunft für 32 Besatzungsmitglieder sowie 28 Wissenschaftler und bis zu zwei Mitarbeiter des Deutschen Wetterdienstes, die verantwortlich für die Bordwetterwarte sind. Ein Wetterfunktechniker befindet sich dabei ständig an Bord, bei Bedarf darüber hinaus auch ein Meteorologe.

Im Januar 2013 wechselte der Bereederer - neu : BRIESE Schiffahrt, Leer Abt. Forschungsschiffahrt

Die Flaggenabbildungen:
Rechts: Das Banner, das zur Indienststellung herausgegeben wurde.
Links oben: Die Flagge, die von Briese bei Übernahme der Bereedeerung aufgelegt wurde.
Links unten:Eine Flagge, die im Laufe des Jahres 2014 die 1. ablöste.




Aktuell zur " BRIESE–Forschungsschiff–Flotte ist im November 2014 das neue, "bei Meyer" gebaute Tiefsee–Forschungsschiff "TS FS SONNE " gestoßen – ... die "neue" SONNE.
Es sei dem Schiff und seiner jeweiligen Crew stets eine gute Fahrt beschieden.....




Tischflagge des TS FS SONNE Tischflagge des Bereederers BRIESE zum TS FS SONNE

2011 Im August hat die damalige Bundesforschungsministerin Annette Schavan zusammen mit der damaligen niedersächsischen Wissenschaftsministerin Johanna Wanka den Vertrag zum Bau und zur Bereederung des neuen Tiefseeforschungsschiffes TS FS SONNE unterzeichnet. Mit dem Auftrag hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Erneuerung der Flotte der deutschen Forschungsschiffe fortgesetzt.
Während das Schiff bei der NEPTUN WERFT einer Tochterwerft der Papenburger Meyer–Werft, in Auftrag gegeben wurde, wurde es auf der MEYER WERFT selbst gebaut.
2012 Der Bau des Forschungsschiffes hat dann im Dezember mit dem Brennen der ersten Stahlplatte im Laserzentrum der MEYER WERFT begonnen.
2014 Getauft wurde die Sonne im Juli von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Im November wurde es schließlich an die Wissenschaft übergeben.
Das Forschungsschiff ist äußerst energieeffizient und damit besonders umweltfreundlich. Es wurde nach den neuesten Umweltstandards konzipiert, konstruiert und gebaut. Daher wurde es mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel" ausgezeichnet.
Das Schiff ist 116 Meter lang, 20,6 Meter breit und kann neben der 35–köpfigen Besatzung bis zu 40 Wissenschaftler beherbergen. Zudem bietet das Schiff Platz für bis zu 25 Zwanzig–Fuß– Container mit Material an Bord.
Haupteinsatzgebiete des innovativen Forschungsschiffes sind die Tiefsee des Indischen– und Pazifischen Ozeans sein. Beide Weltmeere haben einen großen Einfluss auf das Weltklima, weshalb ihre Erforschung immer wichtiger wird. Die SONNE trägt aber auch dazu bei, andere wissenschaftlich und gesellschaftlich besonders relevante Fragen zu beantworten, vor allem hinsichtlich der Versorgung mit marinen Rohstoffen und des Eingreifens des Menschen in die Ökosysteme. Der Heimathafen der SONNE ist Wilhelmshaven.
( Diese SONNE ist nicht zu verwechseln mit der alten SONNE, die sich im Eigentum der Reederei RF befindet.)




...... bleiben die beiden bekannten kommerziellen Anbieter von Forschungsschiffen.....
RF - Forschungsschiffahrt GmbH., Bremen


Tischflagge der RF–Reederei Forschungsschifffahrt Tischflagge der Reederei Forschungsschiffahrt, Bremen

Gründung der RF im Jahre 1975 um die mit FS VALDIVIA im Jahre 1970 begonnen Aktivitäten ihrer Muttergesellschaften + Unterweser Reederei GmbH (URAG) + und +Vereinigte Tanklager– und Transportmittel GmbH (VTG) " im Bereich der Forschungsschifffahrt zu konzentrierten und auszubauen. ( Die Tischflagge sah seinerzeit wesentlich konservativer aus als die heutige, die nach dem Wechsel unter das Dach der Buxtehuder Thesenfitz/Linnhoff-Gruppe neu designt wurde. (die alte Flagge ist natürlich auch Bestandteil der Sammlung ))

Zum 10 jährigen Jubiläum im Jahre 1985 bereederte die RF die folgenden Einheiten :
FS POSEIDON (1976 Schichau)
FS SONNE (1969 Heckfänger/Rickmers, Umbau 1977 Schichau, 1978 Rickmers)
FS VICTOR HENSEN (1975 Schichau)
FS VALDIVIA (1961 Hecktrawler/Seebeck, Umbau 1970 + 1975 Elsfleth, 1982 Schichau)
FS METEOR (1985 Schlichting)
sowie die Forschungsplattform NORDSEE 1974/1975
Zum 30jährigen Jubiläum bereedert die RF für das IFM–GEOMAR deren kleines Forschungsschiff "FS POLARFUCHS" sowie die beiden eigenen kommerziell eingesetzten "FS SONNE" und das ehemalige Seismikschiff "FS SCHALL"

..... sowie die ebenfalls in Bremen ansässige Hempel Schiffahrt......


RS Resarch Shipping wurde 1995 von Christoph Hempel gegründet.
In den Jahren seither hat sich das Unternehmen kontinuierlich am Markt gefestigt.
RS Resarch Shipping bietet an 365 Tagen rund um die Uhr Serviceleistungen für die Erforschung der Meere, für Unterwasserarbeiten, für Rohstoffsuche usw.
Im März de Jahres 2010 wechselte das Unternehmen Name und Logo – von RS–Research Shipping GmbH in HS–Shipping, analog des Namen des Gründers und Reeders Christoph Hempel.

Leider konnte es bisher nicht gelingen, die neue Flagge – eigentlich identisch, bis auf den Austausch des R gegen ein H – in die Sammlung zu bekommen.

Bereedert werden derzeit vier Einheiten : seit kurz nach der Gründung " FS VICTOR HENSEN " ( bis dahin bei RF–Forschungsschiffahrt ) und " FS AURELIA " sowie neuer " FS FUGRO GAUSS " und " FS AQUARIUS "






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